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Viel zieht viel an – zur Psychologie eines Internetphänomens
Soziale Netzwerke haben ihren Namen daher, weil Menschen in ihnen sowohl einzeln als auch in Gruppen miteinander agieren. Bevor es das Internet gab, bezeichnete der Begriff „soziales Netzwerk“ die Gesamtheit aller persönlichen Kontakte zu anderen Menschen, die ein Einzelner pflegt. Heute sind es die – mehr oder weniger – persönlichen Kontakte, die man virtuell auf einer entsprechenden Netzwerkplattform hat.


Vom kleinen Berliner Nachbarschafts-Netzwerk zu den Sozialen Riesen
Das können Special-Interest-Plattformen sein, etwa für Hundehalter in Berlin oder für den deutschlandweiten Saatguttausch, denn all diese Plattformen haben zumeist ein Forum, das zum Austausch genutzt werden kann – sowie die Möglichkeit zum nicht-öffentlichen Austausch per Nachricht. Sogar Plattformen, auf denen man sich beispielsweise ein Lastenrad ausleihen kann und dazu einen Kalendereintrag vornimmt, können zu sozialen Netzwerken werden, wenn sie es den Nutzern erlauben, gegenseitig miteinander zu interagieren und zu kommunizieren. Natürlich können es auch die großen professionellen Netzwerke sein, beispielsweise Xing für den DACH-Raum oder LinkedIn weltweit. Oder natürlich Facebook und Instagram, aber auch Snapchat, TikTok und so weiter. Seitdem sich bei WhatsApp auch Gruppen bzw. Kanäle bilden lassen und man einen Status posten kann, wird auch die ursprüngliche Messenger-App zu den sozialen Netzwerken gezählt. Ohnehin wird es immer schwieriger, soziale Netzwerke von Messenger-Diensten abzugrenzen, da beide jeweils Elemente des anderen aufnehmen und sich damit einander immer weiter annähern.
Der Algorithmus belohnt Reichweite mit noch mehr Reichweite und bestraft mangelnde Sichtbarkeit mit noch weniger Sichtbarkeit
Und während man früher üblicherweise Freunde oder berufliche Kontakte nur dann hinzufügte, wenn sie einen persönlichen Mehrwert hatten, gilt heute: Je mehr, desto besser – insbesondere dort, wo es nicht um Freunde, sondern um Fans und Follower geht. Verdeutlicht werden soll dies am Beispiel Instagram. Wenn etwa ein Fotograf hier ein Konto unterhält, möchte er, dass seine Beiträge auch gesehen werden und über kurz oder lang Kunden, Aufträge, Ausstellungen und dergleichen anziehen. Das kunstvollste Portfolio nützt ihm nichts, wenn er nur eine Handvoll Follower hat, denn der Algorithmus belohnt nicht künstlerische Qualität, sondern Reichweite. Und zwar mit noch mehr Reichweite. Der Algorithmus ist so programmiert, dass er „denkt“, was nur wenige interessiert, ist auch nicht relevant. Also wird er das wenige noch seltener ausspielen. Wenn sich dagegen eine hohe Anzahl von Menschen dafür interessiert und idealerweise noch damit interagiert, zeigt der Algorithmus diese offensichtlich interessanten Inhalte vermehrt an. Es ist im Grunde ein Teufels- bzw. Engelskreis. Um das anfängliche Problem zu durchbrechen, gehen daher immer mehr Menschen dazu über, Follower zu kaufen. Darauf spezialisierte Dienstleister wie https://freewaysocial.com/de/ verfügen über jene Ressourcen und Möglichkeiten, einem Konto innerhalb von wenigen Stunden die gewünschte Anzahl von hochwertigen, also echten, Followern zu verschaffen. Den Rest erledigt der Algorithmus, der mit einem mal „glaubt“, dass dieses Konto besonders interessant sein muss und es deshalb öfter anzeigt. Viele Follower funktionieren also wie gratis Werbung, denn viel zieht viel an.
Reichweite als Kennzahl für Unternehmenserfolg
Mit einer erhöhten Reichweite verbessert sich also die Sichtbarkeit – und mehr Sichtbarkeit bedingt wiederum mehr Reichweite. Das mag bei jemandem, der lediglich seine Urlaubsfotos postet und seine Follower als Bestätigung ansieht, lediglich positive Auswirkungen auf das eigene Ego haben. Bei jemandem, der selbstständig ist und seine Dienstleistung vermarktet, kann ein erster schlechter Eindruck („Oh, der hat aber wenig Follower!“) richtiggehend geschäftsschädigend sein, da er potenzielle Kunden abschrecken könnte. Auch bei Vertretern bestimmter Interessen kann die Followeranzahl über Erfolg und Misserfolg entscheiden. So beispielsweise sind Menschen viel eher geneigt, einem WhatsApp-Kanal beizutreten, der bereits eine Vielzahl von Mitgliedern hat. Dienstleister wie https://edenboost.de/ können hierfür sorgen. Neu ist diese Erkenntnis nicht: Diesen Marketing-Trick haben findige Kaufleute früher auch offline benutzt. So etwa haben sie besonders viele Damenräder vor Ihrer Dorfdrogerie geparkt, um andere Kundinnen denken zu lassen: Wenn da schon so viele im Laden sind, muss es Sonderangebote oder etwas besonders Gutes geben!
Auch Clubs funktionieren nach diesem Prinzip. Wenn der Berliner Black Music Fan vor dem SODA-Club verfügen eine lange Schlange sieht, denkt er automatisch, dass dieser Abend besonders gut wird, weil ein außergewöhnlicher DJ spielt – und stellt sich hinten an. Wer Follower für das eigene Unternehmen kauft, handelt also kaufmännisch und psychologisch logisch. Aber heutzutage bleibt es nicht lediglich bei der bloßen Anzahl von Followern. Dank spezialisierter Agenturen lassen sich auch Retweets bei X (früher Twitter), Live-Zuschauer bei Twitch oder TikTok, benutzerdefinierte YouTube-Kommentare oder Spotify-Streams kaufen. All diese Aktionen dienen dazu, dem plattformeigenen Algorithmus einen kleinen Schubs zu geben, damit er fortan die Inhalte selbstständig öfter ausspielt. Das gekaufte Engagement dient letzten Endes also dazu, den Algorithmus der jeweiligen Plattform zu beeinflussen: in Richtung mehr Reichweite, denn diese ist plattformübergreifend wichtige Kennzahl, ja: entscheidender Key Performance Indicator (KPI). Das bedeutet, dass sich aufgrund von Reichweite Erfolg messen lässt: Der Erfolg einer Kampagne, der Erfolg eines Posts – und eben auch der Erfolg eines Auftrittes einer Person oder eines Unternehmens.
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