KUNST & KULTUR
  • Waldbühne Berlin

  • Adresse:
  • Glockenturmstr. 1
  • PLZ / Ort:
  • 14053 | Berlin
  • Telefon:
  • 01805-533933
Waldbühne Berlin
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Die in einem Kessel der Murellenschlucht eingebettete Waldbühne ist ein Veranstaltungsort für Konzerte (Klassik, Rock/Pop) und Filmvorführungen und gilt international als eine der beliebtesten Open-air-Bühnen. Sie gehört zu dem 1934-36 errichteten Olympia-Komplex des Architekten Werner March und wird heute von der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport verwaltet.

Als Kult- und Feierstätte der Nationalsozialisten nach griechischem Vorbild insbesondere für Thingspiele in Form eines Amphitheaters unter dem Namen Dietrich-Eckart-Bühne am Reichssportfeld mit einer Aufführung von dessen »Frankenheimer Würfelspiel« eröffnet, fanden hier während der Olympischen Spiele 1936 auch Sportveranstaltungen (überwiegend Boxkämpfe) statt. Nach dem II. Weltkrieg übernahmen die britischen Besatzungstruppen das Areal, gaben es jedoch 1948 teilweise für die öffentliche Nutzung frei.

Bis 1960 wurden in der Anlage hauptsächlich Boxveranstaltungen durchgeführt, in den 60er Jahren begann ihre Nutzung als Konzertbühne. Nach einem Rolling-Stones-Auftritt 1965 wurde die Freilichtbühne völlig verwüstet und blieb über ihre Renovierung 1969 hinaus weitgehend ungenutzt; erst ab 1978 begann man wieder mit regelmäßigen Konzertprogrammen.

Ihren eigentlichen Durchbruch als international anerkannte Open-air-Arena, neben der nach Ansicht zahlreicher Experten lediglich die Hollywood Bowl bestehen kann, hatte die Waldbühne mit einem legendären Konzert von Bob Marley 1980.

1981 mietete der Konzertveranstalter Peter Schwenkow das Areal und etablierte in der Folgezeit ein ausgewogenes kulturelles Angebot für durchschnittlich eine halbe Millionen Besucher pro Saison, das von Oldie-Nächten über Rock- und Pop-Konzerte bis hin zu stimmungsvollen klassischen Open-air-Abenden mit dem Berliner Philharmonischen Orchester reicht. Seit über zehn Jahren wird darüber hinaus in Zusammenarbeit mit dem Jugendfilm-Verleih ein sommerliches Freilicht-Kinoprogramm mit Klassikern der Filmgeschichte und aktuellen Kinoerfolgen durchgeführt.

Auf den 88 Stufen mit Sitzreihen auf drei Rängen haben an die 22.000 Besucher Platz, die durch das Entzünden von Feuerzeugen immer wieder eine einzigartige Stimmung schaffen und sich auch bei strömendem Regen nicht vom Picknick abhalten lassen.

Der Höhenunterschied zwischen der ersten und der letzten Reihe beträgt (der Tiefe des Tals entsprechend) 30 m. Die bewaldete Böschung hinter der Naturbühne, die seit 1982 mit einem etwas 200.000 Euro teuren Zeltdach versehen ist, fungiert gleichzeitig als optische und akustische Begrenzung.



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